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Balance-Würfel - Erfahrungsbericht

Seit einer Woche steht er auf meinem Schreibtisch. Der Balance-Würfel ist ein handwerklich gut gemachter Holzwürfel. Auf jeder Seite ist eine der sechs Kerntugenden in Anlehnung an Benedikt von Nursia. Mit 15 Zentimetern Seitenlänge ist er groß genug, damit ich ihn nicht übersehen kann. Und das ist gut so. Denn so erinnert er mich immer wieder daran, dass ich mich anders organisieren will, und dass ich auch meinen Umgang mit Kunden, Kooperationspartnern und Mitarbeitern verbessern will. Die 100 Bild- und Textkarten im Inneren des Würfels geben mir dazu gute Denkanstöße.

Zu meiner morgendlichen Routine gehört nun, während mein Computer hochfährt, den Balance-Würfel zur mentalen Einstimmung zu nutzen. Allein den Würfel in die Hand zu nehmen und den Deckel zur Seite zu schieben, hat etwas Sinnliches. Es ist wie das Öffnen einer kleinen Schatzkammer. Und tatsächlich, wenn ich die Schublade etwas nach vorne ziehe, kommen PerLen zum Vorschein - allerdings nicht aus Perlmutt. Die Registeraufschrift "PerLe" steht in diesem Zusammenhang für "persönliche Lebensregeln".

Ins "PerLen-Register" habe ich mir beispielsweise die Karte "Tageseinstimmung" gelegt. Bisher habe ich morgens zuerst die E-Mails gesichtet. Und oft ließ ich mich dazu verleiten, meine produktivste Zeit mit der Beantwortung von E-Mails zu verbringen. Die Karte "Tageseinstimmung" erinnert mich jetzt daran, dass ich Kernziele setze und den Tag vorstrukturiere. Mir fällt auf, dass die meisten meiner PerLen Unterstützung bieten, mich vom Aktionismus nicht erfassen zu lassen, sondern erst ruhig nachzudenken.

Eine weitere Karte ist für mich zu einem wichtigen Anker geworden: "Schätze heben". Die individuellen Schätze kommen zum Vorschein, wenn jedes Teammitglied in einem möglichst großen Umfang seine eigenen Stärken und Vorlieben in die Arbeit einbringen kann. Positive Effekte sind dann eine höhere Motivation und bessere Arbeitsergebnisse.

Nachdem ich mir meine PerLen vergegenwärtigt habe, ziehe ich eine weitere Karte und überprüfe, ob sie zu einer neuen PerLe wird. Dann schließe ich den Deckel wieder und gehe ans Tageswerk - gemäß der eben beschlossenen Prioritäten.

Auch tagsüber unterstützt mich der Balance-Würfel. Karten wie "Akku laden", "Balance" oder "Gelassenheit" helfen mir, auch zwischendurch innezuhalten um wieder Kraft zu tanken. Es gibt auch Karten für bestimmte Anlässe, wie "Besprechung - Vorbereitung", "Entscheidungsfindung" oder "Mitarbeitergespräch". Praktisch ist die "Gelbe Karte". Wir haben sie für Teambesprechungen eingeführt, um uns gegenseitig auf Abschweifungen aufmerksam zu machen.

Abends nutze ich den Würfel für eine kurze Rückschau und einen positiven Ausklang. Die Karte "Tagesausklang" regt zum Beispiel an, den Schreibtisch ordentlich zu verlassen und einen Aktivitätenplan für den Folgetag zu erstellen.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Die Karten beinhalten in prägnanter Form wichtige Erkenntnisse, die dem Berufsalltag zugute kommen. Diese basieren maßgeblich auf dem Prinzip des "ora et labora", wie es Benedikt von Nursia in seiner Klosterregel darstellt. Produktivität entsteht demnach aus einem strukturierten Lebens- und Arbeitsrhythmus, einem inneren Gleichgewicht und einem werteorientierten Tun.

Die regelmäßige Beschäftigung mit den Inhalten des Balance-Würfels ermöglicht eine stete Entwicklung für ein Mehr an Effektivität und Lebensqualität.


 

Zeit-Gewinn - Übersicht | Balance-Würfel | Bezugsquellen

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